Anatol Stefanowitsch:

Die Verantwortlichen bei Lufthansa zeigen mit dieser Kampagne, dass sie an mindestens drei Stellen in den fünfziger Jahren hängengeblieben sind: mit ihrem Frauenbild, mit ihrem Rollenbild von Frauen in Beziehungen, und mit ihrem Bild davon, welche Kombinationen sexueller Orientierungen und Identitäten in einer Beziehung zu finden sind.

Ich stimme seiner Meinung über das Frauenbild, welches die Werbung transportiert, völlig zu. Allerdings sehe ich nicht, wo Lufthansa die Beziehung 1 heterosexueller Mann + 1 heterosexuelle Frau zum Normalfall erhebt. Weil die Werbung keine anderen Kombinationen (1/n, Mann/Frau, hetero/homo/bi/…) enthält und nicht neutral geschrieben ist? Jedem Unternehmen steht es frei, sich die Zielgruppe auszusuchen. Ansonsten wäre Facebook wohl weniger erfolgreich (Stichwort Targeting).